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Ein Faultier in der Wilhelma

Auf der Suche nach dem Glück

Ich habe einen philosophischen Fisch aus dem Netz gefischt. juna im netz schreibt über das Glück und die Epikureer:

Mit zunehmender Komplexität sowohl des Gehirns als auch der Welt um uns herum wird die Frage nach dem persönlichen Glück immer drängender. Das gesamtgesellschaftliche oder auch kollektive Glück wird dabei immer hinter den Verheißungen des individuellen Glücks verortet – Konsum, Individualismus oder auch Ruhm sollen beim Erreichen des persönlichen Glückes helfen.

Hier alles lesen.

Und dazu passend – mehr oder weniger:

https://www.youtube.com/watch?v=mLUj_WxsqQU

Platon sagt "LOL". Screenshot: YouTube.

Platons Höhlengleichnis

Platons Idealismus ist die älteste und eine der wirkungsträchtigsten Schulen der theoretischen Philosophie. Die theoretische Philosophie kümmert sich um die Frage, was ist wahr, oder in Platons Fall etwas konkreter: was ist die Welt. Ich habe das hier schon einmal näher erläutert.

Platons Antwort war nun, dass die Welt, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen nur ein Abbild der wahren Welt ist – der Welt der Ideen. Somit gibt es von jedem Ding eine Idee an einem überhimmlischen Ort (topos hyperuranios), dessen Abbild das Ding bloß ist.

Die Ideenlehre ist total abgefahren aber weniger verrückt, als wir spontan sagen würden. Denn sie gibt Antworten auf einige philosophische Grundprobleme, wie etwa dem Universalienproblem: „Woran erkenne ich die Farbe blau?“. Wir können locker auf blaue Gegenstände zeigen, aber was ist ihnen denn gemeinsam? „Dass sie blau sind“ reicht als Antwort nicht aus, denn wir werden selten zwei Blautöne finden, die exakt gleich sind. Zudem gibt es zu verschiedenen Zeiten verschiedene Lichtverhältnisse. Dennoch können wir meist fehlerfrei etwas als blau erkennen. Warum ist das so? Die Antwort, die der Idealismus darauf gibt, ist, dass wir eine Idee von „blau“ haben… Natürlich kann man die Frage auch mit Hilfe anderer philosophischer Schulen beantworten, ich persönlich bevorzuge zum Beispiel den Nominalismus. Aber das ist eine andere Geschichte.

Berühmt geworden ist jedenfalls Platons Höhlengleichnis, das zeigt, wie das Verhältnis von Ideen und Welt ist, wie der Philosoph die Ideen erkennt und was mit dem Philosophen passiert, wenn er den Menschen davon erzählt. Übrigens stammt das Höhlengleichnis aus Platons Dialog Der Staat und soll dazu beitragen, seine Diktatur der Philosophen zu rechtfertigen, aber das nur am Rande.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Höhlengleichnis ist mein Video der Woche. Thug Notes hat ein Video im 8Bit-Computerspielstil der 80er veröffentlicht, in dem sie das Hölengleichnis erläutern. Gefunden habe ich es bei Pewpewpew, vielen Dank! Und jetzt viel Spaß:

Sein und Nichts (Symbolbild)

Das Sein und das Nichts

Viele unserer philosophischen Probleme sind darauf zurückzuführen, dass die Sprache feiert. Wir verwenden Wörter falsch und heraus kommen irgendein Unsinn und Beulen, die sich unser Verstand beim Anrennen gegen die Grenzen unserer Sprache geholt hat. Und „das Sein“ und „das Nichts“ sind zwei hervorragende Beispiele dafür.

Warum das so ist, lest ihr in der Perspektiefe.